podcastday 2006.
Noch ein paar Worte zum dritten Köln-Tag. Der stand beim medienforum.nrw unter Einfluss des Podcastdays, einer Veranstaltung, bei der es um all die tollen Dinge ging, die gerade so in sind. Podcasts, Blogs, Web 2.0 und Tausende andere Buzzwords. Die Veranstaltung war alles in allem etwas enttäuschend (zumindest der Teil, den ich miterlebt habe). Erschreckende Arroganz auf allen Seiten und festgefahrene Meinungen, die nicht zueinander kommen. Dass jemand wie Peter Kabel die Meinung vertritt, große Marken sollen die Finger von Blogs als Marketingtool lassen, weil sie ihrer Marke eher schaden, mag ja keine Ãœberraschung sein, seine Arroganz dabei allerdings schon. Aber auch auf der anderen Seite gibt es Leute, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Die beiden “Couchpotatoes”-Podcaster beispielsweise, die ständig öffentlich-rechtliche Radiosender beschimpften, weil die ja mit Radiobeiträgen, die sie nun als mp3 ins Netz stellen, sämtliche “Podcast-Kanäle verstopfen” würden. Ein paar Sätze später jammerten sie allerdings, dass ja bei den Podcastern so viel Talent schlummere, das gut bei Radiosendern aufgehoben wäre. Wie auch immer, der Podcastday war trotz allem eine recht gute Idee, ein paar Menschen aus den herkömmlichen Medien haben sicher etwas dazu gelernt und die Zeit zwischen den Veranstaltungen war dank großer Blogger-Dichte in Köln-Deutz sehr nett. Zur Erinnerung: Das medienforum-Liveblog findet ihr immer noch hier, Podcastday-Mitschnitte (leider in nicht allzu guter Qualität) gibt’s hier.